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Anne Kaiser
Kommunikationsdesign & Journalismus
Design ist transformational. Das bedeutet, dass Kreative in ihrem Projekten mit vielfältigen Berufen, Produkten und Prozessen in Berührung kommen. Dabei nutzen sie oft fast schon intuitiv wissenschaftliche Methoden, um sich in ihre Zielgruppen hineinzudenken: Personas, Statistiken oder Eye Tracking im UX Design.
Aber nur die wenigsten Kreativen lernen im Studium einen wissenschaftlichen Methodenkoffer kennen. Meine Bachelorarbeit an der HTWG Konstanz sollte ihnen dafür einen Guide zur seite stellen, den sie selbst mit minimalem Aufwand proudzieren können.
In einem handlichen Booklet sind dafür die gängigsten Forschungsmethoden fünf Schritten des Designprozesses zugeordnet und werden einzeln mit ihren Eigenschaften vorgestellt. Gerahmt wird dieser praktische Überblick von kurzen theoretischen Grundlagen und Geschichte zur Design Research in Kreativberufen.
Die einfache Fadenheftung dient nicht nur als Gestaltungselement, sondern erlaubt es Designstudierenden auch, mit minimalen handwerklichen Skills ihren Guide selbst zu binden. Dazu ladet ihr euch einfach die Druckdatei auf awieanne.net herunter und druckt sie der Anleitung entsprechend aus. Anschließend können die Seiten zugeschnitten und gebunden werden.
Der dabei entstehende Bundzuwachs wird typischerweise abgeschnitten. Hier jedoch bleibt er als farbige Legende stehen und verleiht dem Booklet eine visuelle Orientierungsebene.
Für Designstudierende zu gestalten ist keine leichte Aufgabe. Zwischen der Suche nach dem eigenen Stil und zahllosen visuellen Eindrücken, brauchte das Projekt eine visuelle Identität, die gleichzeitig eigenständig genug und trotzdem zurückhalten genug war, um die komplexen Themen zu vermitteln.
Zentrales Gestaltungselement ist eine abgewandelte serifenschrift, die durch individualisierte Ligaturen und gewollte Zusammenstöße über Zeilen hinweg für die gedanklichen Verbindungen bei der Recherche stehen.
Jedes Kapitel spielt mit einem eigenen Satz an Farbevrläufen, die nicht nur im Bundzuwachs als Orientierung dienen, sondern auch die Eigenschaften der einzelnen Forschungsmethoden visualisieren.
Zu jeder einzelnen Forschungsmethode gibt es außerdem vier individuell illustrierte Piktogramme. Über 100 solcher kleinen Szenen und Figuren entstanden für das Booklet, Plakate und Social Media.